Dyskalkulie

Dyskalkulie, Hilfe, AFS-Methode, Legasthenietrainer, Dr. Astrid Kopp-Duller, Sinneswahrnehmungen, Eltern, Kinder

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Wie bei der Legasthenie, wo man zwischen Legasthenie (angeboren) und LRS (erworben) unterscheidet, so soll man auch zwischen Dyskalkulie und Rechenschwäche unterscheiden. Ein rechenschwaches Kind muss nicht unbedingt eine Dyskalkulie haben. Wie bei der LRS ist eine Rechenschwäche eher erworben. Sie kann durch mangelnde Intelligenz, mangelhafte Beschulung, schwerwiegende Ereignisse im Leben des Kindes (Todesfall, Scheidung der Eltern, usw.) hervorgerufen werden. In diesem Fall reicht es meistens, wenn das Kind verstärkt übt. Eine Dyskalkulie hingegen lässt sich, wie die Legasthenie, auf Defizite in den einzelnen Bereichen der Sinneswahrnehmungen zurückführen. Man sollte es vermeiden, hier (wie auch bei der Legasthenie) von Schwäche, Störung, Behinderung oder Krankheit zu sprechen. Wie Legasthenie stuft die WHO auch Dyskalkulie leider als psychische Störung ein. Dyskalkulie ist aber keine psychische Störung. Es können allerdings psychische Störungen auftreten, wenn das dyskalkulie Kind keine Hilfe erhält und dann – wie bei der Legasthenie – zur Sekundärdyskalkulie wird. Dann ist die Dyskalkulie nicht mehr das Hauptproblem, sondern die psychosomatischen, ja gar die psychischen Erkrankungen, die daraus entstehen können. Ferner ist eine Dyskalkulie nicht auf mangelnde Intelligenz zurückzuführen. Man sollte auch wissen, dass eine Dyskalkulie isoliert auftreten kann, jedoch meistens mit einer gleichzeitig auftretenden Legasthenie. In diesem Fall gibt es Probleme im Buchstaben- und im Zahlenbereich, und das Kind muss in beiden Bereichen gefördert werden. Man spricht von einer Dyskalkulie, wenn ein Kind mit den folgenden drei Bereichen Probleme hat:

  1. das Kind wird unaufmerksam, sobald es mit Zahlen zu tun hat;
  2. es hat eine differenzierte Sinneswahrnehmung in den verschiedenen Funktionsbereichen;
  3. bestimmte Fehlertypologien treten auf: z.B. Zahlenverwechslungen, Zahlensturz, Schwierigkeiten beim Erkennen von Zahlensymbolen, kein Verständnis für Zahlenräume, und mangelnde rechnerische Abstraktionsfähigkeiten, kein Verständnis für Mengen, Größen und Formen usw.

Dieser Text basiert auf Dr. Kopp-Dullers Büchern:

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