Aufruf an alle Eltern: Lücken schließen

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Im ersten Teil dieser Serie “Aufruf an die Eltern” habe ich allgemeine Tipps gegeben, wie Eltern die schulfreie Corona-Zeit mit den Kindern meistern können. Wie gesagt: es geht nicht darum, zuhause die Schule nachzuahmen, sondern die Talente der Kinder zu entdecken und zu fördern.

An dieser Stelle auch nochmal: Keiner dieser Artikel ist ein Kritik an die Schulen, schon gar nicht an die Lehrer*innen, die für ihre Schüler*innen individuelle Pläne erstellen und für die Kinder “virtuell” da sind. Hier ist ein virtueller Blumenstrauß für euch alle 💖

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Es geht darum, den Eltern Mut zu machen, dass es in Ordnung ist, wenn ein Kind nicht alle Aufgaben schafft und auch dass es in Ordnung ist, wenn man als Eltern nicht in der Lage ist, die Rechtschreibregeln, das Einmaleins, Physik, Chemie, Biologie, englische Grammatik, usw. zu erklären. Nochmals: Wenn Eltern das alles könnten, warum schicken sie dann die Kinder in die Schule?

Liebe Eltern, wenn die Schule wieder anfängt, werden die Kinder keinen Rückstand haben. Jedes Kind ist momentan in dieser Situation. Es ist in Ordnung:

  • Wenn Eure Kinder nicht alle Aufgaben schaffen.
  • Wenn ihr euren Kindern nicht alles erklären könnt.

Streitet euch nicht wegen Hausaufgaben.
Schreit einander nicht an wegen Hausaufgaben.

Stattdessen: Seid für die Kinder da!

Wenn die Corona-Krise vorbei ist, wird sich kein Kind daran erinnern, was es für die Schule gemacht hat, aber jedes Kind wird sich daran erinnern, wie es sich in dieser Situation gefühlt hat.

Jetzt umarmt eure Kinder und sagt, dass ihr sie liebt!

Liebe Eltern,
Liebe Lehrer*innen,

aufgrund eines schönen Kommentars (sieh unten in den Kommentaren) folgende Worte zum zweiten Teil dieses Artikels:
Es ist nicht Aufgabe der Eltern, zusätzlich Lücken zu diagnostizieren. Genauso wenig ist es ihre Aufgabe, den neuen Lernstoff zu vermitteln.
Aber die Kommentare auf den Facebook-Seiten zeigen,wo dieser und der erste Artikel gepostet wurden, dass die Not sehr groß ist.
Viele Eltern nehmen die vielen Aufgaben der Schule mit Gelassenheit, aber viele Eltern sind auch kurz davor, durchzudrehen.
Viele Lehrerinnen ermutigen die Eltern zu mehr Gelassenheit, aber viele Lehrerinnen ziehen eiskalt ihr Programm durch.
Diejenigen, die zu kurz kommen, sind die Kinder. Und um die geht es…
Deswegen, die Tipps im Folgenden sind nur Tipps, Ideen, Vorschläge…

Das Wichtigste ist nach wie vor: Seid für die Kinder da!

Was das Lernen angeht, versuchen Sie die Zeit zu nutzen, um Lücken zu schließen. Im Folgenden stelle ich einige Angebote vor. Alle Angebote sind kostenlos. Bei vielen Angeboten brauchen Sie sich nicht einmal anzumelden.

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Eltern Fernförderung
Hier können Sie den wirklichen Lernstand Ihres Kindes feststellen und anschließend ein Übungsheft erstellen, das genau das übt, wo es hapert. Auch wenn Ihr Kind bereits in der 4. Klasse (oder sogar höher) ist, machen Sie auch die Tests für die 1. bis 3. Klasse. Jetzt ist die Zeit, Grundlagen zu festigen. Eltern.fernfoerderung gibt es für

  • Mathe
  • Deutsch
  • Englisch

Mehr Info: Corona-Virus – kostenfrei lernen
Kostenlos registrieren: hier klicken

Alle folgenden Angebote sind kostenlos, werbefrei und ohne Anmeldung!

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Arbeitsblaetter.org
Der Name dieser Website ist Programm. Bis heute gibt es hier 19.763 kostenlose Arbeitsblätter.

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www.abcund123.de
Also hier im Blog – Materialien und Linktipps zum Lesen, Rechnen, Schreiben sowie für die Wahrnehmung und die Aufmerksamkeit.

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www.legasthenie.at
Materialien und Linktipps zum Lesen, Rechnen, Schreiben sowie für die Wahrnehmung und die Aufmerksamkeit.

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Legasthenie & Dyskalkulie V
Wir können es nicht oft genug sagen: Von diesen Materialien und Übungen profitieren ALLE Kinder, egal ob sie Schwierigkeiten beim Lernen, Lesen, oder Rechnen haben.
Website: Link
Übersicht über die Materialien

Schauen Sie sich die Websites and und suchen Sie für jeden Tag einige Übungen aus und lassen Sie die Kinder dies machen. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie die Lehrer*innen an. Und ansonsten gelten die Tipps aus dem ersten Teil: den Kindern Zeit geben, ihre Talente und Interessen zu entdecken.

Übrigens, es müssen nicht immer Arbeitsblätter sein. Im nächsten Teil gebe ich Ihnen eine Übersicht, wie die Kinder ihre schulische Fähigkeiten auch spielerisch am Tablett und Computer verbessern können.

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10 Replies to “Aufruf an alle Eltern: Lücken schließen”

  1. Danke für die guten Worte.
    Ich werde sie an meine Klasseneltern weitergeben und hoffen, dass ein paar ganz perfekte etwas entspannen.

  2. Liebe Stephany,
    den ersten Teil finde ich sehr schön geschrieben. Deshalb habe ich drüber nachgedacht, ihn an meine Eltern weiterzugeben. Vielen Dank dafür! Auch für mich war es entlastend, darüber nachzudenken, dass es trotzdem weitergehen wird, auch wenn es mir nicht gelingt, die geeignetsten Aufgaben auszuwählen und die Eltern und Kinder per Internet optimal zu unterstützen.

    Aber für mich widerspricht der zweite Teil, deines Aufrufs, diesen guten und beruhigenden Gedanken. Meiner Meinung nach kann es doch nicht auch noch Aufgabe der Eltern sein, Lücken zu diagnostizieren oder zu schließen. Den Zeitrahmen, den du in dem ersten Artikel dazu angegeben hast, fand ich zumindest für Grundschulkinder auch viel zu lang. An unserer Schule haben wir ein bis zwei Stunden am Tag angesetzt.

    Vielleicht ist es für deine Schüler*innen ja tatsächlich so passend, dann vergiss einfach diesen Kommentar. 😉
    Nur für die Kinder und Eltern, die ich kenne, finde ich es schade, dass die sehr schönen und beruhigenden Worte am Anfang so deutlich relativiert werden.

    Liebe Grüße
    Sabine

    • Liebe Sabine,

      danke für deine Worte.

      Um ehrlich zu sein, im Nachhinein war ich mit dem zweiten Teil auch nicht ganz zufrieden, da er tatsächlich den ersten Teil widerspricht.
      Nein, es ist tatsächlich nicht Aufgabe der Eltern, Lücken zu diagnostizieren. Genauso wenig wie es ihre Aufgabe ist, den neuen Lernstoff zu vermitteln.
      Aber die Kommentare auf den Facebook-Seiten zeigen, dass die Not sehr groß ist, und dass manche Eltern schon einige Ideen brauchen, wie und was sie machen können.
      Ich habe dies im Text nun etwas angepasst.

      Wie gesagt: Es ist eine sehr schwierige Situation! Manche Eltern nehmen die vielen Aufgaben mit Gelassenheit, manche Eltern sind kurz davor, durchzudrehen. Manche Lehrer*innen ermutigen die Eltern zu mehr Gelassenheit, manche Lehrer*innen ziehen eiskalt ihr Programm durch. Diejenigen, die zu kurz kommen, sind die Kinder. Und um die geht es…

      Viele Grüße,
      Stephany

  3. Hallo,
    was für eure tolle, wahre Aussage!!
    Ich bin Lehrerin an einer Solinger Grundschule.
    Dürften wir dieses Bild auf unsere Homepage setzen?
    Viele Grüße

  4. Hallo
    Ich bin Mama von 5 Kindern. 3 Grundschulkinder 1 oberschulenkind und eins ist schon aus der Schule raus. Es ist wirklich hart. Wir versuchen alles haben schon kids aufgeteilt. Jeder Erwachsene ein kund es ist dennoch kaum zu bewältigen.
    Denn es gibt ja trotzdem noch Haushalt wäsche kochen andauernd hinterher putzen. Jedes Kind kommt mit anderen Themen weil sie reden möchten.
    Und im Kopf schwirrt immer Thema Schule. Schwere Situation 1 klasse 3 klasse 5 klasse 7 klasse. Wir geben wirklich alles.

    • Liebe Katha,

      ja, es ist eine schwierige Situation.
      Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es bei dem Schuldruck nicht leicht ist,
      aber versuche trotzdem mal das Thema “Schule” ein wenig rauszunehmen.
      Ich wünsche euch viel Kraft!

      Liebe Grüße,
      Stephany

  5. Hallo Stephany,
    ich denke auch, dass manche Eltern das Arbeiten zu Hause locker nehmen, aber die meisten sind doch mit Ernst dahinter. Ich würde das Bild auch gerne meinen Eltern weiterleiten. Ist das in Ordnung?
    Viele Grüße
    Gabi

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